THEMA · Artikelwörter und Pronomen
Kein und Nicht – gleich oder verschieden?
Beim Erlernen der deutschen Sprache hat sich sicher jeder schon einmal gefragt, ob kein und nicht beide eine verneinende Bedeutung im Satz haben – und ob die Verwendung der beiden Wörter gleich ist und ob sie sich gegenseitig ersetzen können.
Beim Lernen der deutschen Sprache fragt man sich sicher, ob kein und nicht beide eine verneinende Bedeutung im Satz haben und ob die Verwendung der beiden Wörter gleich ist und ob sie sich gegenseitig ersetzen können.
Um diese Dinge zu klären, schauen wir uns den folgenden Artikel an:
1. Verwendung von „kein" (zu verstehen: kein ist der negative Artikel)
- Kein wird zusammen mit Substantiven und unbestimmten Artikeln verwendet: Es steht vor dem Substantiv, um anzuzeigen, dass die entsprechende Sache oder der entsprechende Sachverhalt nicht vorhanden ist.
VD: Er ist kein Student. In diesem Fall sagen wir NICHT: Er ist nicht Student.
Die folgende Tabelle zeigt die Endungen des negativen Artikels kein in Kombination mit Substantiven unterschiedlicher Genera und Kasus:
| Der | Die (Singular) | Das | Die (Plural) |
Nominativ | kein | keine | kein | keine |
Akkusativ | keinen | keine | kein | keine |
Dativ | keinem | keiner | keinem | keinen |
Genitiv | keines | keiner | keines | keiner |
- Kein wird zusammen mit Substantiven ohne Artikel verwendet:
+ Substantive, die allgemeine Eigenschaften und Empfindungen ausdrücken, ohne weitere Definition:
VD: Sie hat kein Geld, aber sie hat keine Sparsamkeit.
+ Nationalität und Sprache: VD: Ich spreche kein Deutsch.
+ Materialien und Stoffarten: VD: Sie trinkt kein Milch.
+ Substantive zur Bezeichnung von Berufen: VD: Meine Schwester ist keine Studentin.Hinweis: kein wird nicht für Eigennamen und Firmennamen verwendet
2. Verwendung von „nicht":
Achtung: nicht steht vor dem Satzteil, den es verneint.
- Nicht bei Eigennamen:
VD: Er ist nicht Peter.
- Nicht bei Nomen mit bestimmtem Artikel:
VD: Du hast keine großen Augen.
Ich habe eine Katze.
- Nicht bei Possessivartikeln:
VD: Das ist nicht meine Schwester.
Welches Buch ist nicht deins?
- Nicht bei Verben:
Anders als in den oben genannten Fällen steht nicht nicht vor dem Satzteil, den es verneint, sondern am Satzende, um den gesamten Satz zu verneinen.
VD: Ich sehe nicht dich an.
Hinweis: Bei Modalverben (sollen, dürfen, können,...) und Hilfsverben (sein, haben, werden) steht nicht weiterhin vor dem Satzteil, den es verneint:
VD: Du solltest jetzt nicht rausgehen, es ist sehr sonnig.
- Nicht bei Adjektiven:
VD: Er spielt Klavier nicht so gut.
- Nicht bei Adverbien:
VD: Ich trinke nicht gern Wein.
- Nicht bei Präpositionen:
VD: Sie geht nicht zur Schule.
Er kam nicht mit dem Taxi, sondern mit dem Bus.
3. Der Unterschied zwischen kein und nicht:
KEIN | NICHT |
Steht bei unbestimmten Nomen und Nomen ohne Artikel | Steht bei Nomen mit bestimmtem Artikel, Eigennamen, Possessivartikeln, Verben, Adjektiven, Adverbien, Präpositionen |
Betont das Objekt bzw. das Nomen: VD: Ich esse keinen Fisch. Ich mag keinen Fisch essen. | Betont die Handlung: VD: Ich esse diese Fisch nicht. Ich esse diese Fische nicht. (das Nomen „diese Fische" ist bestimmt) |

