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THEMA · Anders

Negationswörter

A1A2B1

Nach dieser Lektion kannst du mit „nicht“, „kein“, „nie“, „niemand“ usw. einfache deutsche Sätze korrekt verneinen.

Negation ist im Deutschen sehr häufig: schon auf A1 brauchst du Wörter wie „nicht“, „kein“ oder „nie“, um zu sagen, was nicht stimmt, nicht existiert oder nicht passiert.

Überblick: wichtige Negationswörter

NegationswortBeispielBedeutung (kurz)
nichtIch gehe heute nicht ins Kino.verneint Verb, Adjektiv, Adverb, ganzen Satz
keinIch habe keinen Hund.verneint ein unbestimmtes Nomen
nie / niemalsIch werde dich nie vergessen.verneint Zeit / Häufigkeit (überhaupt nicht)
niemandNiemand wartet auf mich.verneint „jemand“, also Personen
nichtsIch sehe nichts.verneint „etwas“, Dinge / Sachverhalte
nirgendwoIch finde meine Brille nirgendwo.verneint Orte
noch nichtIch habe die Hausaufgaben noch nicht gemacht.etwas ist bis jetzt nicht passiert
nicht mehrIch arbeite nicht mehr hier.etwas war früher so, jetzt nicht

„nicht“ – die allgemeine Verneinung

„nicht“ verneint Verben, Adjektive, Adverbien oder den ganzen Satz.

  • Stellung bei einem einfachen Verb:
    • Ich arbeite heute nicht. (das Verb „arbeiten“ wird verneint)
  • Mit zweiteiligem Verb (Modalverb, Perfekt, Futur usw.):
    • Ich kann heute nicht kommen.
    • Ich habe den Film nicht gesehen.

„nicht“ steht meist vor Adjektiven und Adverbien:

  • Der Film war nicht interessant.
  • Sie fährt nicht oft mit dem Bus.

„kein“ – Verneinung von Nomen

„kein“ ist die verneinende Form von „ein“ und verneint unbestimmte Nomen. Es wird wie „ein“ dekliniert.

KasusmaskulinfemininneutrumPlural
Nominativkein Hundkeine Katzekein Autokeine Freunde
Akkusativkeinen Hundkeine Katzekein Autokeine Freunde

Beispiele:

  • Ich habe kein Auto. (nicht: Ich habe nicht Auto.)
  • Er sucht keine Arbeit.

Für bestimmte Nomen benutzt man Artikel + „nicht“:

  • Das ist nicht der Lehrer, das ist der Direktor.

„nie / niemals“ – nie, zu keiner Zeit

„nie“ und „niemals“ bedeuten dasselbe; „nie“ ist kürzer und im Alltag häufiger.

  • Ich trinke nie Alkohol.
  • Sie kommt niemals zu spät.

„niemand“, „nichts“, „nirgendwo“

Diese Wörter verneinen typische Fragewörter:

  • „jemand“ → „niemand“
  • „etwas“ → „nichts“
  • „wo“ → „nirgendwo“

Beispiele:

  • Niemand ist im Büro.
  • Ich weiß nichts darüber.
  • Wir finden das Café nirgendwo.

„noch nicht“ und „nicht mehr“

  • „noch nicht“: bis jetzt nicht, aber vielleicht später.
    • Ich bin noch nicht fertig.
  • „nicht mehr“: früher ja, jetzt nein.
    • Wir wohnen nicht mehr in Berlin.

Typische Fehler vermeiden

  • Kein doppeltes „nicht“: Ich habe kein Geld, nicht: Ich habe nicht kein Geld.
  • „kein“ nur bei unbestimmten Nomen: Das ist kein Problem, aber: Das ist nicht das Problem.