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THEMA · Verben

Unterschied zwischen den Modalverben im Deutschen

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Nach dieser Lektion kannst du die Modalverben können, dürfen, müssen, sollen, wollen und mögen/möchten sicher unterscheiden und in einfachen Sätzen korrekt verwenden.

In dieser Lektion lernst du die sechs wichtigsten Modalverben im Deutschen kennen: können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen/möchten. Modalverben verändern die Bedeutung eines anderen Verbs: Fähigkeit, Erlaubnis, Notwendigkeit, Empfehlung, Wunsch oder Vorliebe.

Überblick: die sechs Modalverben

Formen im Präsens

Personkönnendürfenmüssensollenwollenmögen
ichkanndarfmusssollwillmag
dukannstdarfstmusstsollstwillstmagst
er/sie/eskanndarfmusssollwillmag
wirkönnendürfenmüssensollenwollenmögen
ihrkönntdürftmüsstsolltwolltmögt
sie/Siekönnendürfenmüssensollenwollenmögen

Nach einem Modalverb steht der Infinitiv ohne „zu“ am Satzende:

  • Ich muss heute lange arbeiten.
  • Wir wollen ein neues Auto kaufen.

1„können“ – Fähigkeit und Möglichkeit

Bedeutung: Fähigkeit („fähig sein zu“), Möglichkeit.

  • Ich kann gut schwimmen. (Fähigkeit)
  • Wir können morgen kommen. (Möglichkeit)
  • Sie kann heute nicht kommen. (Unmöglichkeit)

Typische Fragen:

  • Kannst du mir helfen?

2„dürfen“ – Erlaubnis und Verbot

Bedeutung: Erlaubnis, Verbot.

  • Darf ich hier parken?
  • Ihr dürft nicht laut sprechen.
  • Die Kinder dürfen bis 22 Uhr draußen bleiben.

In der Verneinung dürfen nicht = „es ist verboten“.

3„müssen“ – Notwendigkeit und Pflicht

Bedeutung: Notwendigkeit, Pflicht.

  • Ich muss morgen früh aufstehen.
  • Wir müssen jeden Tag arbeiten.

Verneinung: nicht müssen bedeutet „keine Pflicht haben“.

  • Du musst morgen nicht kommen. (Es ist nicht nötig.)

Oft auch mit nicht brauchen zu:

  • Ich brauche heute nicht zu kochen.

4„sollen“ – Empfehlung und Auftrag

Bedeutung: Empfehlung, moralische Pflicht, Auftrag.

  • Du sollst mehr Wasser trinken. (Empfehlung)
  • Ich soll meinen Chef anrufen. (Auftrag)
  • Kinder sollen ihre Hausaufgaben machen. (allgemeine Pflicht)

Fragen mit „sollen“ fragen nach einem Rat:

  • Was soll ich machen?

5„wollen“ – fester Wille und Absicht

Bedeutung: fester eigener Wille, Absicht.

  • Ich will heute zu Hause bleiben.
  • Er will Ingenieur werden.

„Wollen“ kann direkt und unhöflich wirken. In höflichen Situationen benutzt man lieber möchten.

6„mögen“ und „möchten“ – Vorlieben und höfliche Wünsche

mögen drückt Vorlieben aus:

  • Ich mag Kaffee.
  • Sie mag klassische Musik.

möchten (Konjunktiv II von „mögen“) drückt höfliche Wünsche oder Absichten aus:

  • Ich möchte einen Kaffee, bitte.
  • Wir möchten ein Zimmer reservieren.

„Ich möchte …“ ist deutlich höflicher als „Ich will …“.

Vergleich der Bedeutungen

Modalverbtypische BedeutungBeispielkurze Erklärung
könnenFähigkeit, MöglichkeitIch kann gut lesen.Fähigkeit
dürfenErlaubnis, VerbotWir dürfen hier rauchen.Erlaubnis haben
müssenNotwendigkeit, PflichtIch muss früh aufstehen.es ist nötig
sollenEmpfehlung, AuftragDu sollst zum Arzt gehen.Rat, Auftrag
wollenWille, AbsichtIch will Deutsch lernen.starker Wunsch
mögenVorliebeIch mag Pizza.etwas gern haben
möchtenhöflicher WunschIch möchte zahlen.höfliche Bitte

Wortstellung mit Modalverben

Im Hauptsatz:

  • Subjekt – konjugiertes Modalverb – Rest – Infinitiv
  • Ich muss heute viel lernen.

Im Nebensatz (mit „weil“, „dass“ usw.):

  • …, weil ich heute viel lernen muss.
  • …, dass wir morgen früh fahren müssen.

summaryDe: Nach dieser Lektion kannst du die Modalverben können, dürfen, müssen, sollen, wollen und mögen/möchten sicher unterscheiden und in einfachen Sätzen korrekt verwenden.