THEMA · Artikelwörter und Pronomen
Das Pronomen es im Deutschen
Das Pronomen „es" ist ein besonderes Pronomen im Deutschen, da es keiner bestimmten Pronomenklasse zugeordnet wird, aber dennoch die Funktion übernimmt, für ein Wort, einen Satzteil oder einen ganzen Satz zu stehen. Im heutigen Artikel werden wir gemeinsam herausfinden, wie das Pronomen „es" verwendet wird und welche festen Ausdrücke mit „es" vorkommen.
Fangen wir an!
1. Verwendung des Pronomens „es"
a. Es als Ersatzpronomen
- Ersatz für ein Substantiv im Neutrum, um Wiederholungen zu vermeiden:
„Das Auto ist rot. Es ist ein Ferrari."
(Das Auto ist rot. Es ist ein Ferrari.)
- Ersatz für einen ganzen Satz:
„Was macht unsere Tochter?" (Was macht unsere Tochter?)
– „Ich weiß es nicht." (Ich weiß nicht, was unsere Tochter macht.)
→ „Es" ersetzt den gesamten Satz „Ich weiß nicht, was unsere Tochter macht.", um Wiederholungen zu vermeiden.
- Ersatz für ein Adjektiv:
„Meine Mutter ist sehr jung. Deine ist es nicht."
(Meine Mutter ist sehr jung. Deine nicht.)
→ Dieser Fall wird sehr selten verwendet.
- Ersatz für einen Satzteil („es" ersetzt eine Handlung):
„Maria du solltest doch das Geschirr abwaschen!" (Maria, du hättest das Geschirr abwaschen sollen.)
– „Warum hast du es noch nicht gemacht?" (Warum hast du es noch nicht gemacht?)
- Ersatz für Nebensatzkonstruktionen:
dass – Satz:
„Es tut mir leid, dass ich gestern nicht da war." (Es tut mir leid, dass ich gestern nicht da war.)
= „Dass ich gestern nicht da war, tut mir leid." (Es tut mir leid, dass ich gestern nicht da war.)
Indirekte Frage:
„Es ist fraglich, ob er kommt." (Die Frage ist, ob er kommt oder nicht.)
= „Ob er kommt, ist fraglich." (Ob er kommt, ist ungewiss.)
Infinitivsatz:
„Es ist leicht, Deutsch zu lernen." (Es ist einfach, Deutsch zu lernen.)= „Deutsch zu lernen, ist leicht." (Deutsch zu lernen ist wirklich einfach.)
Passiv:
„Es wird ihr geholfen." (Sie wird Hilfe bekommen.)
= „Ich helfe ihr." (Ich werde ihr helfen.)
b. Es in festen Ausdrücken
- Ausdrücke für Gefühle oder Sinneseindrücke:
„Wie geht es dir?" (Wie geht es dir?)
„Es schmeckt mir nicht." (Es schmeckt mir nicht.)
„Es stinkt hier." (Es riecht hier.)
Wenn das Subjekt unbestimmt ist, muss „es" als formales Subjekt verwendet werden: „Es stinkt hier." ⇒ Wer oder was stinkt, wissen wir nicht.
- Beschreibung des Wetters:
„Es regnet/schneit … " (Es regnet/schneit…)
„Es ist sonnig/neblig/windig/warm/kalt…" (Es ist sonnig/neblig/windig/warm/kalt.)
„Es sind 12 Grad." (Es sind 12 Grad.)
- Beschreibung der Tageszeit und der Jahreszeit:
„Es ist 12 Uhr." (Es ist jetzt 12 Uhr.)
„Es ist noch sehr früh." (Es ist noch sehr früh.)
„Es ist Sommer / Winter / Herbst / Frühling." (Es ist Sommer/Herbst/Frühling.)
„Es ist Weihnachten." (Weihnachten!)
- Beschreibung von Geräuschen:
„Es klingelt an der Tür!" (Es klingelt an der Tür.)
„Es läuten die Glocken in der Kirche." (Die Glocken läuten in der Kirche.)
Wenn die Person oder der Gegenstand, der das Geräusch verursacht, bekannt ist, kann diese Person oder dieser Gegenstand anstelle von „es" als Subjekt verwendet werden:
„Die Glocken läuten in der Kirche." = „Es läuten die Glocken in der Kirche."
- Weitere feste Ausdrücke:
„Es gibt nichts Neues." (Es gibt nichts Neues.)
„Es ist schwierig/leicht/einfach/schön,… ." (Es ist schwierig/leicht/einfach/schön…)
„Wo tut es weh?" (Wo tut es weh?)

